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TrueType-Fonts in Linux


Um TrueType Fonts im X Window system zu benutzen, muss man einen TrueType-fähigen Fontserver verwenden. Es empfiehlt sich, den freien Fontserver xfsft von Juliusz Chroboczek zu verwenden. Zur Installation gibt es drei Möglichkeiten, von denen die letzte die von mir favorisierte ist:

  1. Man lädt sich von Juliusz Chroboczek' Seite den xfsft-Patch für den X-Server herunter, wendet ihn auf den X-Quellcode des eigenen Systems an und kompiliert den X-Server neu. Klingt irgendwie kompliziert und ich habe es nicht probiert.
  2. Man lädt sich von Jörg Pomnitz' Webseite eine gesamte X-Distribution (XFree86-3.3.3) kompiliert als RPM's herunter, in die der xfsft-Patch von Juliusz Chroboczek eingebaut ist. Diese RPM-Dateien kann man nun mittels des Befehls
    rpm -U [dateiname]
    oder in SuSE Linux mittels YaST (Funktion "Pakete einspielen", das Verzeichnis mit den RPM-Dateien angeben, alle Pakete, die mit "XFree86-xfsft-..." beginnen auswählen, F 10 drücken) installieren. - Bei mir hat dies in SuSE Linux 6.1 einmal geklappt und einmal nicht (beim zweiten Mal ließ sich X gar nicht mehr starten). Ich habe es in letzter Zeit auch nicht noch mal probiert, da ich inzwischen XFree86 3.3.4 verwende und dieses nicht durch die Version 3.3.3 ersetzen möchte, da meine neue Graphikkarte in 3.3.3 noch nicht unterstützt wird. Ausserdem ist dieser Weg wohl nur empfehlenswert, wenn man entweder eine sehr schnelle oder kostenlose Internetanbindung hat.
  3. Die wohl einfachste Möglichkeit: xfsft nur als zusätzlichen Fontserver für TTF's installieren und den X-Server ansonsten unangetastet lassen. Es gibt einen kompilierten xfsft-Fontserver samt Skripten zum automatischen Start desselben beim Booten des Rechners in einer RPM-Datei von Sarantos Kapidakis . Diese Datei herunterladen und installieren. Nachfolgend soll die Installation des TrueType-Fontservers auf diesem Wege beschrieben werden.

Die Vorbereitung des Font-Verzeichnisses

Dieser Schritt gilt für alle drei angegebenen Wege der Installation des TrueType-Fontservers. In jedem Verzeichnis mit Fonts müssen nämlich zwei Dateien fonts.dir und fonts.scale vorhanden sein, die Informationen zu den im Verzeichnis enthaltenen Fonts enthalten. Für TrueType fonts kann man diese Dateien mit Hilfe des Programms ttmkfdir von Jörg Pomnitz erstellen, wobei alle in einem Font enthaltenen Zeichensätze berücksichtigt werden, sofern es sich um multilinguale Unicode-Fonts handelt. (Siehe dazu meine Übersicht über downloadbare multilinguale Fonts im Internet!)

  1. Die Freetype-Bibliothek muss im System installiert sein. In SuSE-Linux 6.1 ist diese Bibliothek enthalten; in YaST vergewissere man sich, dass das Paket Freetype aus der Gruppe Grafik installiert ist. Ansonsten lade man sich die neueste Version von Freetype von www.freetype.org herunter und kompiliere sie mit den Befehlen:
    ./configure
    make
    make install
  2. Das Paket ttmkfdir.tar.gz von Jörg Pomnitz' Webseite herunterladen, entpacken und anhand der enthaltenen Datei README kompilieren. Das so erzeugte Programm ttmkfdir kann man nun in ein Verzeichnis wie /usr/bin kopieren, das im Suchpfad des Systems enthalten ist.
  3. Ein Verzeichnis anlegen, in welches man die gewünschten TrueType-Fonts kopiert.
  4. In das Verzeichnis mit den TrueType-Fonts wechseln. In diesem Verzeichnis werden nun mittels der Befehle
    ttmkfdir > fonts.dir
    ttmkfdir > fonts.scale

    die Dateien fonts.dir und fonts.scale angelegt, die Informationen zu den enthaltenen Fonts enthalten.

Die Installation des TrueType-Fontservers xfsft in SuSE Linux 6.1, 3. Variante

  1. Die Datei xfsft-1.0.3-1.i386.rpm von http://web.mit.edu/sarantos/www/ herunterladen und in SuSE Linux mittels YaST, "Pakete einspielen", oder ansonsten mit dem Befehl
    rpm -i xfsft-1.0.3-1.i386.rpm
    installieren.
  2. Die Datei /usr/etc/xfsft.conf editieren und unter "catalogue = ..." den Pfad zum Verzeichnis mit den TrueType-Fonts eintragen. Die anderen angegebenen Verzeichnisse können gelöscht werden.
  3. Diese Installation erzeugt auch Bootscripte in /sbin/init.d bzw. /etc/rc.d, die für den Start des Fontservers xfsft beim Booten sorgen. Durch Rebooten des Systems überzeuge man sich, dass irgendwann bei den letzten Bootmeldungen die Meldung "Starting service xfsft" erscheint. Wenn das nicht der Fall ist, überzeuge man sich davon, dass in den Verzeichnissen /etc/rc.d/rc1.d, /etc/rc.d/rc2.d und /etc/rc.d/rc3.d jeweils zwei Links vorhanden sind, die xfsft im Namen haben und auf die Datei /etc/rc.d/xfsft verweisen - der Name des einen Links soll mit K beginnen und der andere mit S, also beispielsweise K21xfsft und S21xfsft. Bei mir war's nämlich so, dass in manchen Verzeichnissen nur ein Link mit K vorhanden war und keiner mit S, weshalb xfsft nicht automatisch gestartet wurde. Wenn das der Fall ist und beispielsweise im Verzeichnis rc2.d nur ein Link K10xfsft vorhanden ist, so erstellt man den fehlenden S-Link in diesem Verzeichnis mit Hilfe des Befehls
    ln -s ../xfsft S10xfsft
    Nun sollte beim Neustart des Rechners xfsft automatisch gestartet werden.
    Manuell läßt er sich über den Befehl
    /sbin/init.d/xfsft start
    starten; statt "start" kann man bei diesem Befehl auch "restart" zum Neustart des Fontservers oder "reload" zum erneuten Laden der Konfiguration (z.B. nach Änderung von /usr/etc/xfsft.conf) eingeben.
  4. Nun die Datei /etc/XF86Config editieren und unter "Section: Files" die Zeile
    FontPath "tcp/localhost:7100"
    zu den anderen FontPath-Zeilen hinzufügen, womit die Fonts hinzugefügt werden, die vom Fontserver xfsft auf dem lokalen Rechner am Port 7100 zur Verfügung gestellt werden. Nach einem Neustart des X-Servers sollten nun die TrueType-Fonts zur Verfügung stehen, wovon man sich leicht mit Hilfe des Programms xfontsel überzeugen kann.

© Christoph Singer 1998. Letzte Aktualisierung am 9. April 2000.

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